Smarte Ziele bei der Entwicklung eines Schutzkonzeptes

Smarte Ziele bei der Entwicklung eines Schutzkonzeptes

Die Entwicklung eines Schutzkonzeptes ist ein Organisationsentwicklungsprozess, der viele verschiedene Bereiche betrifft und über einen längeren Zeitraum läuft. Eine fesselnde Vision und verbindliche Ziele sind bei diesem Prozess extrem wichtig. Wir nehmen das zum Anlass, uns zu erinnern, warum es schlau ist, Ziele smart zu formulieren. SMARTE Ziele helfen dir fokussierter und produktiver zu arbeiten.

Wieso brauchen wir Ziele?

Ziele sind nötig um sich weiterzuentwickeln, einen Prozess zu verfolgen. Ziele schaffen Verständnis für Prozesse innerhalb von Organisation, können die Beteiligung von Mitarbeitenden fördern und ermöglichen es Wirklichkeiten verschiedener Mitarbeitender abzugleichen (vgl. Oppermann et al. (2018): Lehrbuch Schutzkonzepte in pädagogischen Organisationen. Weinheim Basel: Beltz Juventa, S.106-107). Mit der Erarbeitung von Zielen können Hindernisse sichtbar gemacht und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

Ziele erscheinen dann als schwieriger zu erreichen, wenn sie nur lose vereinbart werden, allein festgelegt werden oder zu groß sind. Dadurch geraten sie in Vergessenheit, werden als weniger relevant wahrgenommen oder weiter nach hinten verdrängt, da im Arbeitsprozess neue Ziele entstehen. 

Um Problemen, die mit dem erfassen von Zielen entstehen können entgegenzuwirken ist es sinnvoll die Ziele SMART zu formulieren. 

Was bedeutet SMARTe Ziele?

Die Abkürzung SMART steht für: 

S – spezifisch

M – messbar

A – akzeptiert 

R – realistisch

T – terminiert 

Dabei geht es darum seine Ziele an jedem dieser Buchstaben zu orientieren. Besser als allgemeine Ziele zu formulieren funktioniert es Ziele

  1. So spezifisch wie möglich zu formulieren. Also: Was genau will ich erreichen? Um welchen konkreten Aspekt soll es in dem Ziel gehen? 
  2. Ziele messbar zu machen. Also: Eine Größe zu benennen, wie das Einstellen von 5 neuen Mitarbeitenden oder dem Ertrag von 5.000€ im nächsten Monat.
  3. Ziele müssen akzeptiert werden. Nicht nur von der Person die sie erstellt sondern auch von allen, die von dieser Maßnahme betroffen sind. Hier können die Fragen gestellt werden: Wer ist an der Erarbeitung beteiligt? Wie wirkt es sich auf Mitarbeitende aus? Welche Perspektiven müssen in Betracht gezogen werden?
  4. Ziele sollen realistisch formuliert sein. Also: Kann ich das, was ich mir vornehme wirklich schaffen? Was ist in der geplanten Zeit, mit den geplanten Ressourcen überhaupt möglich?
  5. Ziele sollen terminiert festgelegt werden. Also: Wann soll das Ziel erreicht werden? Welcher konkrete Zeitraum (1 Monat, 1 Woche, 2 Tage) stehen uns zur Verfügung bis wir das Ziel erreichen?

Allgemeines Ziel:

Bewerbungsverfahren verbessern

SMARTes Ziel: 

Bis Ende des nächsten Monats wird die Leitung einen zehn Punkte Wertekanon für die Einstellung von neuen Mitarbeitenden ausarbeiten.

Bei SMARTen Zielen geht es vor allem um die Art und Weise wie Ziele formuliert und festgelegt werden. Ziele sollen so konkret werden, dass sie definitiv umgesetzt werden und eine Handlung implementieren. 

„Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.“

– Friedrich Nietzsche

Warum wir Ziele SMART formulieren sollten 

Es geht also darum, die eigenen Ziele so zu formulieren, dass sich daraus klare und eindeutige Verhaltensweisen und Strategien ableiten lassen. (vgl. Moskaliuk (2015): Motivationspsychologie für die Berufspraxis. Praktisches Wissen für Coaches, Berater und Führungskräfte. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S.11) SMARTe Ziele führen vor allem zur spezifischen und konkreten Formulierung eines Ziels (vgl. Moskaliuk (2015): Motivationspsychologie für die Berufspraxis. Praktisches Wissen für Coaches, Berater und Führungskräfte. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S.12) Mit den SMARTen Zielen werden nahe Ziele definiert, die im Optimalfall zu einem längerfristigen Ziel führen. So wird es möglich kleine Teilschritte auf dem Weg zum „Endziel“ abzuarbeiten. Sie sind sinnvoll um Aufgaben konkret anzugehen. (vgl. Moskaliuk (2015): Motivationspsychologie für die Berufspraxis. Praktisches Wissen für Coaches, Berater und Führungskräfte. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S.8)

SMARTE Ziele führen vor Augen: Was genau will ich erreichen? Und wofür mache ich es? 

Wie SMARTe Ziele die Unternehmenskultur verändern kann

SMARTe Ziele können, wenn sie richtig implementiert werden große Veränderungen bewirken. Neben der Effizienz, dem Ressourcen schonen und dem eigentlich Erreichen des Zieles kann die Mitarbeiter*innen Zufriedenheit gesteigert werden. Zielsetzungsprozesse können Klarheit schaffen und durch Mitbestimmung die Wirksamkeit einzelner Mitarbeitender fördern und Akzeptanz schaffen. Mitarbeiter sehen sich durch das Einbeziehen mehr gesehen und bringen sich aktiv beim Erreichen der Ziele mit ein. Zusätzlich schaffen klare Ziele die Möglichkeit unterschiedliche Perspektiven miteinander abzugleichen und zusammenzubringen. Wenn Ziele klar sind besteht die Möglichkeit sich gegenseitig zu unterstützen, zu überprüfen wie der Stand ist und sich gegenseitig an die Ziele zu erinnern.